Es gibt diesen Raumeffekt in den modernen Märchen unserer Zeit. Viel-
leicht erinnern Sie sich auch an diese Filmszenen: Mary Poppins macht
ihre kleine Reisetasche auf und zaubert – ein Stück ums andere – das
komplette Mobiliar für ihr Zimmer hervor, inklusive Stehlampe und Gar-
derobenständer. Dasselbe geschieht bei den Campingzelten in den
berühmten Harry-Potter-Filmen: von aussen ein Zweimannzelt, von innen
ein Palast. Doch während in der Fiktion Magie im Spiel ist, zaubern
unsere BadeWelten-Badarchitekten die wahren Raumwunder der Realität
mit einer sehr geschickten Planung und vielen professionellen handwerk-
lichen Tricks.

Schön, wer einen grossen Raum zum Badtraum machen kann. Ein Durch-
schnittsbad in der Schweiz hat allerdings eine Fläche von um die 7 m².
Sehr verbreitet sind Familienbäder, die weniger als 3–4 m² gross sind.
Eines ist klar: Je weniger Platz zur Verfügung steht, desto mehr Präzision
und Sachverstand müssen die Badplaner aufbieten, um am Ende für alle
Familienmitglieder einen Wohlfühlort zu kreieren. Eine freistehende
Badewanne in einem Fabrikloft zu inszenieren, macht Eindruck. Die
höchste Form der Kunst ist aber für mich, aus einem Kleinstbad ein
Kleinod zu machen.

 

Michael Mettler, Badplaner

BadeWelten-Magazin, Ausgabe September 2021
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